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Zeit für den Formschnitt

Zeit für den Formschnitt
Im Juli ist der ideale Zeitpunkt um Ziergehölze in Form zu bringen. Diese haben Sie ja bereits im Frühjahr vorgeschnitten und nun erfolgt der zweite Schnitt.
Je nach Pflanze und Typ muss ggf. das geschulte Augenmaß eingesetzt werden, z. B. beim Heckenschnitt. Gerade bei Hecken hat sich das Schneiden in kürzen Intervallen, anstelle eines Radikalschnitts, bewährt.

Der Formschnitt sollte bis August erfolgt sein. Mit ihm werden klassische Figuren, wie die Kugel, eine Pyramide oder extravagante Figuren wieder ins richtige Licht gebracht. Vor allem für Buchs, Luguster und Lorbeeren ist dieser Schnitt wichtig. Erfolgt er nicht, können diese Pflanzen ihre Triebe nicht richtig ausreifen und erleiden Frostschäden.

Wie soll der Schnitt erfolgen

Bevor einfach mit dem Stutzen der Triebe angefangen wird, sollte man sich einige Gedanken darüber machen. Welche Form soll als Endergebnis herauskommen? Was ist wichtig für die Pflanze? Während Kugeln, Würfel und Co. einfach zu schneiden sind, stellen Spiralen und unsymmetrische Figuren eine Herausforderung dar. Jede Form hat eine spezielle Wirkung auf den Garten, deshalb sollte sie entsprechend ausgewählt werden. So wirken z. B. Würfel und Kreise eher als kühl. Tiere und unsymmetrische Linien hingegen als flippig und warm.

Wenn mehrere Ziersträucher in einem Beet sind, sollten Sie auf die Höhe und Form achten. Diese sollte einen Kontrast zu den übrigen Pflanzen darstellen. Untereinander wirkt eine gleichmäßige Höhe jedoch sehr harmonisch.
Ist die Pflanze einmal in Form geschnitten, so müssen zukünftig oft nur noch vereinzelte Triebe nachbearbeitet werden.

Grob oder Fein

Vor allem ausgefallene Skulpturen brauchen Zeit. Manchmal sogar einige Jahre bis das Gehölz so in Form ist, wie man es sich wünscht. Damit dies möglichst schnell geschieht, ist der Schnitt im Frühjahr sowie der Formschnitt im Sommer sehr wichtig. Je nach Art kann häufiger oder seltener nachgeschnitten werden. Im Fachjargon wird hierbei auch von einem sog. Erhaltungsschnitt gesprochen.
Ein Profi weiß dabei genau, wie viel er abschneiden muss. Ein Laie oder Anfänger sollte hierbei lieber weniger kürzen, um den Strauch oder Busch nicht zu beschädigen. Auch Löcher und Nachkorrekturen werden somit vermieden. Sobald die gewünschte Form erreicht ist, müssen hier nur noch die Triebe entfernt werden.

Hinweis: Grundsätzlich gilt beim Schnitt - je häufiger dieser durchgeführt wird, umso dichter wächst die Pflanze wieder nach. Allerdings kostet sie das viel Kraft und ggf. auch ein paar Blüten. Ausreichend Wässern und ein guter Dünger helfen, vorzubeugen.

Die passende Tageszeit

Der Schnitt selbst findet idealerweise zu einer Zeit statt, in denen keine direkte Sonneneinstrahlung und auch kein Regen erfolgt. So schützen Sie die Pflanze vor Verbrennungen. Perfekt geeignet sind z. B. die Abendstunden, oder Tage an denen der Himmel bewölkt ist.

Welches Gartengerät wofür

Neben dem Geschick des Gärtners entscheidet auch die richtige Klinge, über den Erfolg des Formschnitts. Stumpfe Scheren und Sägen sind absolut tabu, da sie die Pflanzen verletzen können.

Ältere Hölzer oder kleinblättrige Pflanzensorten können sehr gut mit einer Heckenschere gestutzt werden. Ob manuell oder elektrisch spielt dabei keine Rolle. Der Schnitt einzelner Triebe und bei großblättrigen Gehölzen erfolgt mithilfe einer Gartenschere oder Rosenschere. Damit die Klingen des Werkzeugs auch beim nächsten Mal noch schön scharf sind, sollten sie nach jeder Verwendung gereinigt werden. Hierdurch wird die Übertragung von Krankheiten vermieden und die Klinge bleibt lange Zeit scharf.

Ein paar Tipps am Rande

Wer kennt das nicht, der Schnitt verursacht Unmengen an Laub und abgeschnittenen Ästen. Damit man diesen Müll nicht penibel aufsammeln muss, empfiehlt es sich ein Formschnitt-Tuch unter die Pflanzen zu legen. Dieses braucht man nachher nur zusammennehmen und alles in den Mülleimer oder den Kompost wandert.

Schöne Formen und Figuren bekommt man auch mit sog. Formhilfen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Die Pflanze wird dabei einfach in das Drahtgeflächt gepflanzt und wächst rund drum zu. Anschließend braucht man nur noch die überstehenden Äste abschneiden. Zu viel kann man hierbei nicht abschneiden. Leider sieht man so aber auch in der ersten Zeit, dass es sich um eine Formhilfe handelt.

Ideal als Werkzeuge für den Formschnitt eignen sich die Heckenscheren von Stihl, Husqvarna und Wolf. Bei den Gartenscheren findet man auch Hersteller wie Gardena und Wolf.




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